Gelungene Weihnachtsaktionen mit Spenden für das Tierheim Mannheim

In der Vorweihnachtszeit hatten die Fachmärkte für Tierbedarf

Fressnapf Mannheim-Vogelstang, Spreewaldallee 38-40, 68309 Mannheim und

Kölle-Zoo, Oderstraße 3B, 67071 Ludwigshafen am Rhein

zu einer Spendenaktion für unsere Tierheimtiere aufgerufen und zahlreiche Kunden zeigten sich großzügig und tierlieb und spendeten Futter und Tierzubehör für unsere Tiere im Tierheim.

Gleich nach Weihnachten wurden uns die zahlreichen Spenden übergeben.

Der Tierschutzverein Mannheim und das Tierheim Mannheim bedanken sich herzlich bei allen Kunden der genannten Märkte, die eine Spende abgegeben haben und natürlich bei den beiden Fachmärkten für die schöne Aktion.

Tierheim Mannheim

Stellungnahme des Tierheims zu den Reaktionen auf die Reportage von “Das Ding”

Zum Zeitpunkt des Drehs von “Das Ding” waren im Tierheim Mannheim 50 Hunde untergebracht. Aus Platzmangel mussten wir 5 Hunde zusätzlich in anderen Tierheimen und 7 weitere auf privaten Pflegeplätzen unterbringen. 44 dieser Hunde, die sich im Tierheim Mannheim befanden, waren von der Behörde privaten Tierhaltern weggenommen und im Tierheim untergebracht worden. Ein großer Teil davon muss noch immer wegen der Verbringung ohne Tollwutimpfung nach Deutschland (illegale Einfuhr) lange Zeit zusätzlich in Quarantäne sitzen. Grundsätzlich darf keines dieser beschlagnahmten Tiere vermittelt werden. Wenn wir also kaum Tiere vermitteln können, so liegt das keinesfalls am Willen oder Unwillen meiner Mitarbeiter. Inzwischen hat sich die Lage zahlenmäßig etwas entspannt, weil 8 Hunde zur Vermittlung freigegeben wurden. Leider kommen alle diese Tiere aus zum Teil desolaten Tierhaltungen. Viele sind auffällig bis verhaltensgestört. Nur ein einziger Hund, der kleine Rocky, ist zurzeit ohne Bedenken zu vermitteln. Er ist auch der einzige, der im Moment mit Gassigehern alleine unterwegs sein darf. Der Rest darf nur mit unserem Personal oder sehr sachkundigen Gassigehern raus.

Dass sich hier auch bei meinem Personal Frust aufbaut, kann ich absolut nachvollziehen. Dass sich dieser Frust aber an unseren Interessenten entlädt, ist nicht zu tolerieren. Natürlich ist “Unfreundlichkeit” immer ein sehr subjektives Empfinden und mancher, der ohne Hund wieder weggeschickt wird, fühlt sich schon deshalb unfreundlich behandelt. Sicher ist, dass die Interessenten wissen müssen, warum sie keinen Hund oder ein anderes Tier bekommen können. Wir werden an der nötigen Transparenz und Freundlichkeit arbeiten, versprochen. Wenn’s trotzdem mal nicht klappt oder es zu Unzufriedenheiten kommt, hilft meisten eine direkte Klärung des Problems, für die ich jederzeit über die Tel.Nr. 0621 316493 oder per E-Mail über  zur Verfügung stehe.

Dass so viele Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen im vergangenen Jahr von der Behörde beschlagnahmt wurden, hat uns zeitweise vor kaum lösbare Platzprobleme gestellt. Trotzdem sind wir den Behördenvertretern dankbar, dass in Mannheim so konsequent Tierschutz gemacht wird. Auch 2019 sind schon wieder die ersten beschlagnahmten Tiere bei uns gelandet.

Herbert Rückert

Tierschutzverein Mannheim

Tierheim Mannheim

Tierheim Mannheim

Weihnachtsmärchen wurde Wirklichkeit…

Die nachfolgende Weihnachtsgeschichte wurde uns im Dezember 2018 übersandt. Wir wünschen Ihnen eine schöne Lektüre mit den folgenden Zeilen!

 

Es war einmal ein halbes Knäuel feuchte Fellnase, welches viele, viele km in ein unbekanntes Land gefahren wurde. Plötzlich verstand der kleine Mann mit den großen Knopfaugen die Welt nicht mehr. Was war passiert?! Mama war nicht mehr da und das kleine Fellbuschel ganz alleine. Wie ein Ball wurde das Knäuel in seiner traurigen Umgebung hin und her gereicht. Der kleine Mann ließ alles über sich ergehen, in der Hoffnung, schnell einen Engel zu treffen. Tage und Wochen vergingen. Eines Tages traf das halbe Knäuel viele, viele Hunde, Katzen und andere Tiere. So fühlte es sich in seiner Welt etwas wohler. Inzwischen war es ca. 12 Wochen jung und hatte bis zu diesem Moment noch nicht viel Gutes in seinem Leben genießen dürfen.

Ein Engel kümmerte sich plötzlich, wie aus heiterem Himmel, rührend mit Futter und gaaanz viel Liebe, dem so wichtigen Körperkontakt und Zuwendung um den kleinen Mann, der auf den Namen “KNUT” getauft wurde. Knut hoffte, dass er nun seine Welpenzeit genießen könne… Bedingt… 2 Wochen war Tag und Nacht Kuscheln, Kontaktliegen, Wärme – Zuneigung pur – angesagt. Knut begann, sein Leben zu genießen.

Oh nein, was nun? Das inzwischen etwas größere Knäuel musste sein Leben schon wieder ändern!!! Den Tag durfte er bei seinem Engel verbringen, nachts war er alleine in einem großen Kuschelraum. Wo war Mama, wo war sein Engel??? Knut zerbrach das Herz. Nach weiterer, für einen Welpen langer, langer Zeit, durfte der kleine Mann in sein neues Zuhause umziehen. War das schön! Vier weitere Pfoten wohnten da auch. Hurra, dachte Knut, nun kann er den ganzen Tag mit seinem neuen Freund spielen. Dass sein neuer Freund eine sehr betagte und leider blinde Seele war, interessierte Knut nicht. Die lebensältere Fellnase war total überfordert. So suchte Knuts Engel zusammen mit vielen weiteren aktiven Tierschützern einen – hoffentlich – Platz fürs Leben.

Der Tierheimleiterin war bekannt, dass Tierschützer einem Spitz ein Zuhause auf ihrem Resthof an der Nordsee schenken möchten. Knut bekam dies alles erzählt. Er zitterte vor positiver Aufregung und gab seine Hoffnung nicht auf. Nach einigem Infoaustausch wurde Knuts “Koffer” gepackt. Der kleine Mann trat am 2. Adventswochenende 2018 mit seinem Privatchauffeur die Reise Richtung Nordsee an. Nachdem er schon einmal eine lange Fahrt in die ungewisse Welt hinter sich hatte, erhoffte sich die kleine Fellnase nur das Beste.

Bei Dunkelheit öffnete Knuts Chauffeur die Autotür und er stieg aus. Na nu, wo war er angekommen? Da schnarchten Schweine in ihrer Behausung, Schafe standen im Stall, Katzen liefen über den Hof und drei sehr neugierige Hunde begrüßten ihn. War er nun im “Paradies für Tiere” angekommen? Das war eine Aufregung für das kleine Hundeherz!!!! Plötzlich kam Knut in eine für ihn “verdrehte” Welt und ALLE kümmerten sich nur um ihn! Das Knäuel verabschiedete sich von seinem Privatchauffeur. Dieser fuhr wieder zurück nach Mannheim, um weiteren Tieren ein Leben im Glück zu ermöglichen.

Knut war völlig “von der Rolle” und unterhielt sich die ganze Nacht mit den drei Hunden. Im Gespräch erfuhr er, dass im vergangenen Jahr schon ein Hundemädchen mit dem Namen “Klein Sahra”, wie sie liebevoll genannt wird – sie ist ein gaaaanz süßer schwarz-weißer Pinscher-Chihuahua-Mischling – aus dem Mannheimer Tierheim hier einziehen durfte. Klein Sahra ist ca. 2 Jahre jung und inzwischen Knuts beste Freundin. Sie spielen und toben den ganzen Tag. Die beiden anderen Hunde sind von ruhigem Wesen und der beste Ausgleich zu den jungen “Rackern”.

Der kleine Mann freundete sich inzwischen mit Katzen und Schafen an. Die Schweine liebt er über alles. ER führt mehrmals täglich sein Frauchen ans Gehege und in den Stall, um die tierischen “Mitbewohner” zu besuchen.

Knut bestimmt derzeit den Tagesablauf und alle “spielen” mit.

Der kleine Mann weiß gar nicht, wem er zuerst tausend feuchte Fellnasen auf die Backe drücken soll..!!! Seinem Engel, seiner Tierheimleiterin, seinem Chauffeur oder seiner neuen Familie, bei der er im “Paradies für Tiere” der Hahn im Korb ist…

Die Weihnachtsgeschichte des Tierheims Mannheim begann zwar mit den Worten: “Es war einmal….”, ist aber die pure Realität.

In diesem Sinne tierisch friedvolle Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

– Frauchen und Herrchen von Knut und Klein Sahra

Tierheim Mannheim