Weihnachtsmärchen wurde Wirklichkeit…

Die nachfolgende Weihnachtsgeschichte wurde uns im Dezember 2018 übersandt. Wir wünschen Ihnen eine schöne Lektüre mit den folgenden Zeilen!

 

Es war einmal ein halbes Knäuel feuchte Fellnase, welches viele, viele km in ein unbekanntes Land gefahren wurde. Plötzlich verstand der kleine Mann mit den großen Knopfaugen die Welt nicht mehr. Was war passiert?! Mama war nicht mehr da und das kleine Fellbuschel ganz alleine. Wie ein Ball wurde das Knäuel in seiner traurigen Umgebung hin und her gereicht. Der kleine Mann ließ alles über sich ergehen, in der Hoffnung, schnell einen Engel zu treffen. Tage und Wochen vergingen. Eines Tages traf das halbe Knäuel viele, viele Hunde, Katzen und andere Tiere. So fühlte es sich in seiner Welt etwas wohler. Inzwischen war es ca. 12 Wochen jung und hatte bis zu diesem Moment noch nicht viel Gutes in seinem Leben genießen dürfen.

Ein Engel kümmerte sich plötzlich, wie aus heiterem Himmel, rührend mit Futter und gaaanz viel Liebe, dem so wichtigen Körperkontakt und Zuwendung um den kleinen Mann, der auf den Namen “KNUT” getauft wurde. Knut hoffte, dass er nun seine Welpenzeit genießen könne… Bedingt… 2 Wochen war Tag und Nacht Kuscheln, Kontaktliegen, Wärme – Zuneigung pur – angesagt. Knut begann, sein Leben zu genießen.

Oh nein, was nun? Das inzwischen etwas größere Knäuel musste sein Leben schon wieder ändern!!! Den Tag durfte er bei seinem Engel verbringen, nachts war er alleine in einem großen Kuschelraum. Wo war Mama, wo war sein Engel??? Knut zerbrach das Herz. Nach weiterer, für einen Welpen langer, langer Zeit, durfte der kleine Mann in sein neues Zuhause umziehen. War das schön! Vier weitere Pfoten wohnten da auch. Hurra, dachte Knut, nun kann er den ganzen Tag mit seinem neuen Freund spielen. Dass sein neuer Freund eine sehr betagte und leider blinde Seele war, interessierte Knut nicht. Die lebensältere Fellnase war total überfordert. So suchte Knuts Engel zusammen mit vielen weiteren aktiven Tierschützern einen – hoffentlich – Platz fürs Leben.

Der Tierheimleiterin war bekannt, dass Tierschützer einem Spitz ein Zuhause auf ihrem Resthof an der Nordsee schenken möchten. Knut bekam dies alles erzählt. Er zitterte vor positiver Aufregung und gab seine Hoffnung nicht auf. Nach einigem Infoaustausch wurde Knuts “Koffer” gepackt. Der kleine Mann trat am 2. Adventswochenende 2018 mit seinem Privatchauffeur die Reise Richtung Nordsee an. Nachdem er schon einmal eine lange Fahrt in die ungewisse Welt hinter sich hatte, erhoffte sich die kleine Fellnase nur das Beste.

Bei Dunkelheit öffnete Knuts Chauffeur die Autotür und er stieg aus. Na nu, wo war er angekommen? Da schnarchten Schweine in ihrer Behausung, Schafe standen im Stall, Katzen liefen über den Hof und drei sehr neugierige Hunde begrüßten ihn. War er nun im “Paradies für Tiere” angekommen? Das war eine Aufregung für das kleine Hundeherz!!!! Plötzlich kam Knut in eine für ihn “verdrehte” Welt und ALLE kümmerten sich nur um ihn! Das Knäuel verabschiedete sich von seinem Privatchauffeur. Dieser fuhr wieder zurück nach Mannheim, um weiteren Tieren ein Leben im Glück zu ermöglichen.

Knut war völlig “von der Rolle” und unterhielt sich die ganze Nacht mit den drei Hunden. Im Gespräch erfuhr er, dass im vergangenen Jahr schon ein Hundemädchen mit dem Namen “Klein Sahra”, wie sie liebevoll genannt wird – sie ist ein gaaaanz süßer schwarz-weißer Pinscher-Chihuahua-Mischling – aus dem Mannheimer Tierheim hier einziehen durfte. Klein Sahra ist ca. 2 Jahre jung und inzwischen Knuts beste Freundin. Sie spielen und toben den ganzen Tag. Die beiden anderen Hunde sind von ruhigem Wesen und der beste Ausgleich zu den jungen “Rackern”.

Der kleine Mann freundete sich inzwischen mit Katzen und Schafen an. Die Schweine liebt er über alles. ER führt mehrmals täglich sein Frauchen ans Gehege und in den Stall, um die tierischen “Mitbewohner” zu besuchen.

Knut bestimmt derzeit den Tagesablauf und alle “spielen” mit.

Der kleine Mann weiß gar nicht, wem er zuerst tausend feuchte Fellnasen auf die Backe drücken soll..!!! Seinem Engel, seiner Tierheimleiterin, seinem Chauffeur oder seiner neuen Familie, bei der er im “Paradies für Tiere” der Hahn im Korb ist…

Die Weihnachtsgeschichte des Tierheims Mannheim begann zwar mit den Worten: “Es war einmal….”, ist aber die pure Realität.

In diesem Sinne tierisch friedvolle Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

– Frauchen und Herrchen von Knut und Klein Sahra

Tierheim Mannheim

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