TIERSCHUTZVEREIN MANNHEIM UND UMGEBUNG E.V. SEIT 1901 Tierheim Mannheim - Tierfriedhof Mannheim
.Neue Polizeiverordnung der Stadt Mannheim betrifft auch Tierhalter
Seit 15.10.2010 ist die neue Polizeiverordnung der Stadt Mannheim in Kraft. Wieder sind auch Tierhalter und Tierfreunde betroffen (siehe auch "Tier und Recht").
Nach wie vor ist es verboten, in Mannheim Tauben zu füttern. Das direkte Füttern mit Brötchen oder Bretzel ist genauso mit Strafe bedroht, wie das Ausstreuen oder sonstige Ausbringen von Futter für die Tauben.
Alle anderen einheimischen Vögel dürfen jedoch gefüttert werden. Das sollten Tierfreunde insbesondere in der Winterzeit nicht vergessen.
Hunde müssen im bebauten Bereich immer noch an die Leine. Die Länge dieser Leine ist nicht vorgegeben. Die Tiere müssen aber so kurz gehalten werden, dass sie niemanden gefährden können.
Früher galt der Leinenzwang auch an einigen Stellen am Neckar- und am Rheinufer. Das ist vom Tisch. Überall am Ufer unserer Flüsse dürfen unsere Zweibeiner nun frei laufen. Die Stadt hat sich aber vorbehalten, an bestimmten Stellen durch aufgestellte Schilder Leinenpflicht auch dort vorzuschreiben, wo Uferbereiche verstärkt für Freizeitzwecke benutzt werden.
Dass Hundekot von den Tierhaltern unverzüglich beseitigt werden muss, ist eine Regelung, die von vernünftigen Hundehaltern leicht zu akzeptieren ist.
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Der "Luchs" ist das Tier des Jahres 2011
Aktionsplan soll Lebensraum für Luchse schaffen
(Mit freundlicher Genehmigung von NABU)
NABU will frei lebende Luchse in Deutschland schützen - Aktionsplan vorgestellt
Der NABU will frei lebenden Luchsen in Deutschland wieder einen dauerhaften Lebensraum schaffen. Mit dem "Aktionsplan Luchs" stellt der NABU jetzt ein umfassendes Arbeitsprogramm vor, um das konfliktarme Zusammenleben von Menschen und Luchsen zu unterstützen.
Zentrale Punkte sind der Ausbau des flächendeckenden Netzes ehrenamtlicher Luchsbetreuer, die verstärkte Zusammenarbeit von Experten und Behörden in den Bundesländern, die Stärkung von Forschung zu den aktuellen Vorkommen des Luchses sowie Aufklärung der Öffentlichkeit.
"Ob Luchse in Deutschland eine Überlebenschance haben, entscheidet sich maßgeblich in unseren Köpfen. Damit Menschen den Luchs akzeptieren, müssen sie etwas über ihn und seine Lebensgewohnheiten wissen und bei möglichen Konflikten rasche Unterstützung und Hilfe bekommen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Es bedürfe einer unbürokratischen Entschädigungspraxis für den eventuellen Verlust von Nutztieren. Hier seien insbesondere die Bundesländer in der Pflicht.
Vor etwa 150 Jahren wurde die einzige europäische Großkatze in Deutschland ausgerottet. Ursache dafür war die gnadenlose Verfolgung durch den Menschen, vor allem weil der Luchs als direkter Jagdkonkurrent empfunden wurde und als Bedrohung für das Kleinvieh galt. Heute sind Luchse in Deutschland wieder auf dem Vormarsch.
Nachweise gibt es im Bayerischen Wald, im Pfälzerwald, in der Eifel, im Schwarzwald, im Donautal und Teilen Hessens sowie in Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Im Bereich des Nationalparks Harz wurden seit 2001 Luchse erfolgreich ausgewildert. Derzeit gibt es etwa 50 frei lebende Luchse in Deutschland.
Eine große Gefahr für Luchse ist neben illegalen Abschüssen das dichte Verkehrsnetz. Vor allem Jungtiere unternehmen auf der Suche nach einem neuen Revier ausgedehnte Wanderungen und werden dabei häufig ein Opfer des Straßenverkehrs.
Der NABU hat einen bundesweiten Wildwegeplan erarbeitet, um die Wanderwege von Luchs & Co. in Deutschland durchgängiger zu machen. *Der Luchs kann wieder natürlicher Bestandteil und ein gern gesehener Gast unserer Waldgebiete werden - wenn wir ihn lassen", so Tschimpke.
www.NABU.de