TIERSCHUTZVEREIN MANNHEIM UND UMGEBUNG E.V. SEIT 1901

Tierheim Mannheim - Tierfriedhof Mannheim

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Tierversuche in Mannheim

Mannheim ist noch immer bundesweit eine der Hochburgen in Sache Tierversuch. Da die meisten Menschen Tierversuche verabscheuen oder sie zumindest als fragwürdig ansehen, werden die Daten über Tierversuche noch immer geheim und damit aus der öffentlichen Diskussion heraus gehalten.

Durch eine Mitteilung des Vereins "Ärzte gegen Tierversuche" wurde jetzt bekannt, dass das Universitätsklinikum Mannheim ein neues Tierhaus mit 3.000 Käfigen für Nager für neue Tierversuche plant. Der "Mannheimer Morgen" berichtete in seiner Ausgabe vom 11.07.2009. Bereits jetzt sind in 1.100 Käfigen etwa 4.500 Nager für Tierversuche untergebracht. Mit der neuen Anlage könnte die Zahl der untergebrachten Tiere und das damit verbundene Tierleid vervierfacht werden.

Gerade vor wenigen Jahren hatte das Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit seinen Tierbestand für Tierversuche in einem neuen Haus drastisch aufgestockt.

Nachweislich sind Ergebnisse von Tierversuchen oft nicht ein mal auf den Menschen übertragbar. Nahezu ausnahmslos alle Tiere werden während oder nach den Versuchen getötet - zu tausenden - auch in Mannheim.

Bei allen Tierversuchen geht es in erster Linie um Profit und erst dann kommt der Patient. Ein neues Medikament oder Verfahren garantiert Gewinne. Wie sehr es dem Universitätsklinikum Mannheim in der Hauptsache auf diese Gewinne ankommt und wie wenig der Patient im Vordergrund steht, zeigt der Abbau des Pflegepersonals in den vergangenen Jahren und die Einstellung von Billigkräften. Wo bitte bleibt die Humanität für Kranke und Personal, wenn eine Nachtschwester alleine oft mehr als 20 Patienten versorgen muss? Wo bitte bleiben hier dringend notwendige Investitionen?

Erfahrungsgemäß lassen sich die Institute, die Tier-versuche betreiben, nicht von Unterschriftenlisten und nicht von Plakaten vor Ihrer Haustür von ihrem Tun abschrecken. Das sind bestenfalls kleine Unannehmlich-keiten, die man aussitzen kann.

Wir sind der Meinung, dass im Universitätsklinikum Mannheim deutlich mehr für alternative Forschungs-methoden getan werden müsste. Der Tierschutzverein Mannheim protestiert gegen die Erweiterung der Versuchstierhaltung im Klinikum Mannheim und fordert die Verantwortlichen auf, die alternative Forschung noch mehr zu fördern, als dies bisher der Fall ist.

Wir fordern die Verantwortlichen des Klinikums Mannheim auf, weniger in Tierversuche und mehr in Personal zu investieren. Hier wird dem Patienten tatsächlich und direkt geholfen. Fragen Sie bitte Ihre Patienten, was Ihnen lieber ist - tausende zusätzliche Tierversuche oder lieber eine zusätzliche, qualifizierte Kranken-schwester/Krankenpfleger auf der Station, auf der sie gerade liegen.

Was man als Einzelner noch tun kann, zeigt der Verein "Ärzte gegen Tierversuche" auf seinen informativen Internetseiten. Schreiben Sie zum Beispiel einen Leserbrief an den Mannheimer Morgen und erklären Sie damit öffentlich, dass Sie nicht mit den Tierversuchen im Klinikum Mannheim einverstanden sind.

Oder schreiben Sie an den für Sie zuständigen Vertreter im Gemeinderat, damit er sich der Sache annimmt und kritische Fragen stellt.

Wer gut informiert ist, kann auch gut argumentieren. Alle wichtigen Informationen zu diesem Thema erhalten sie auch auf den Seiten der "Ärzte gegen Tierversuche", unter www.datenbank-tierversuche.de.