TIERSCHUTZVEREIN MANNHEIM UND UMGEBUNG E.V. SEIT 1901 Tierheim Mannheim - Tierfriedhof Mannheim
Vorschriften zur Legehennenhaltung verfassungswidrig
Die Haltung von Legehennen in sogenannten Kleingruppen ist verfassungswidrig. Dies entschied das BVerfG am 12.10.2010 und gab damit einem Normenkontrollantrag der Landesregierung Rheinland-Pfalz statt.
Mit dem Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Regelung zur Kleingruppenhaltung von Legehennen gem. § 13b Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) für mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt. Nun muss der Gesetzgeber bis zum 31. März 2012 eine Neuregelung treffen.
Hintergrund der Entscheidung war ein Normenkontrollantrag der Landesregierung Rheinland-Pfalz, die das Verfahren des Zustandekommens der Vorschrift sowie eine Tierschutzwidrigkeit der vorgesehenen Haltungsbedingungen rügte.
(BVerfG, Beschl. v. 12.10.2010, Az. 2 BvF 1/07).
Neue Hühner im Tierheim
Seit Oktober 2010 leben im Tierheim Mannheim wieder 15 Legehennen. Die Tiere stammen aus einer Legehaltung und haben sich inzwischen an ihr glückliches Leben in Freiheit gewöhnt. Die mittlerweile sehr zutraulichen Hennen haben das ganze Tierheimgelände zu ihrem Refugium gemacht und legen der Tierheimbelegschaft aus Dank reichlich Eier in ihren Stall.
Lange Zeit durften wegen der Vogelgrippe keine Hühner im Tierheim gehalten werden und die Gänse, die sich schon jahrelang im Tierheim befinden, durften aus dem gleichen Grund die meiste Zeit nicht ins Freie. Diese qualvolle Gefangenschaft hat nun endlich ein Ende. Hühner, Gänse und Enten leben wieder in dem großen Freigelände.
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Reptilien und andere Exoten im Tierheim
Immer mehr Tierhaltern reichen Hund, Katze und Maus nicht mehr. Es muss schon etwas Besonderes sein und deshalb ziehen immer häufiger Schlangen und Echsen, Spinnen, Gleithörnchen und viele andere Exoten in die Haushalte ein. Auch hier gibt es unter den Tierhaltern - wie immer - "schwarze Schafe", denen die Behörde oder die Polizei die Tiere wegen schlechter Haltung wegnehmen muss.

Früher konnten diese einzelnen Tiere in der Tierabteilung des Mannheimer Pflanzenschauhauses untergebracht werden. Dies geht seit einiger Zeit nicht mehr, weshalb sich das Tierheim Mannheim für die Beherbergung solcher anspruchsvollen Gäste rüsten musste. Dort wohnen, bzw. wohnten inzwischen zahlreiche Schildkröten, Papageien, ein australisches Gleithörnchen und ein Königspython, der in seinem Terrarium noch auf neue Besitzer wartet.
Natürlich muss man sich auf die Unterbringung solcher Tiere vorbereiten, weshalb Mitarbeiter des Tierheimes spezielle Seminare besuchten, bzw. noch besuchen.
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Grabschänder auf dem Tierfriedhof
Immer wieder waren in den letztffen Monaten Gräber auf dem Tierfriedhof beschädigt. Pflanzen waren herausgerissen und regelrechte Löcher waren von Unbekannten gegraben worden. Schnell war klar, dass es sich bei dem Übeltäter um ein Tier handeln musste. Und siehe da: Auf dem Humanfriedhof, in unmittelbarer Nachbarschaft, hat man diese Probleme auch schon lange.
Füchse machten sich über die frisch eingefüllte Erde her und gruben diese Löcher, obwohl das Tierfriedhofsgelände rundum eingezäunt ist. Schnell waren nun auch Beschädigungen am Zaun gefunden. An vielen Stellen hatten die Tiere den Zaun mit ihren Zähnen so aufgerissen, dass sie sich hindurchzwängen konnten. An einigen Stellen waren in den offenen Drahtmaschen Haare aus dem Fell der Füchse hängen geblieben. Die Verursacher waren somit zweifelsfrei identifiziert. Die Verantwortlichen des Tierfriedhofs mochten kaum glauben, dass die Füchse in der Lage sind, den Drahtzaun mit ihren Zähnen aufzukauen und aufzureißen.
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Inzwischen wurde für mehrere tausend Euro nachgebessert. Stabile Gitter wurden entlang des Zauns in den Boden eingelassen und mit dem Zaun verbunden und sofort hatte es mit den Schäden ein Ende.