TIERSCHUTZVEREIN MANNHEIM UND UMGEBUNG E.V. SEIT 1901

Tierheim Mannheim - Tierfriedhof Mannheim

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Angler zerstören Schwanennest

Eine Tierschützerin meldete Ende Mai 2009 bei der Polizei, dass sie an einem kleinen See in Mannheim-Rheinau Angler beobachtet hatte, die mit Gerten das Gelege eines Schwanenpaares zerschlugen. Die angebrüteten Eier der Tiere wurden dabei restlos zerstört.

Die Frau konnte leider nur angeben, dass die Männer anschließend mit einem dunklen Pkw wegfuhren. Das Kennzeichen hatte sie sich in der Aufregung nicht gemerkt. 

Tierquälerei durch unterlassene Behandlung

Ein Tierhalter aus Mannheim-Innenstadt meldete sich Anfang Juni beim Tierschutzverein Mannheim. Er benötige finanzielle Unterstützung für die Behandlung seiner Katze, berichtete er. Auf Befragung teilte er mit, das Tier sei schon vollständig abgemagert, fresse seit mehreren Tagen nichts mehr und falle inzwischen ständig um.

Auf die entsetzte Gegenfrage, warum er sich denn nicht schon früher gemeldet habe, erklärte der Tierhalter, er habe geglaubt, das ginge "von alleine wieder weg".

Der Mann wurde mit seiner Katze sofort zu unserem Tierarzt Daniel Mayer geschickt. Dieser konnte dem Tier jedoch nur noch durch ein schmerzfreies Einschläfern helfen. Die Katze wäre auch so nur noch wenige Stunden am Leben gewesen. Sie war vollständig ausgetrocknet und ausgezehrt und hatte heftigste Vereiterungen im Kieferbereich, so dass sie seit langer Zeit keinerlei Nahrung und Wasser mehr hatte aufnehmen können.

Der verantwortungslose Katzenhalter wurde angezeigt.


 

Stadt Mannheim beschlagnahmt 132 Katzen aus einer Zweizimmerwohnung

Aufgrund eines anonymen Hinweises suchten Vertreter der Stadt Mannheim (Tierschutzbehörde und Veterinärdienst) und Polizeibeamte am 16.03.2009 eine Zweizimmerwohnung in Mannheim-Waldhof auf. Die Wohnungsinhaberin hielt dort auf lediglich 54 m² Wohnfläche 132 Katzen jeden Alters. Keines der Tiere war kastriert. Viele Kätzinnen waren trächtig. Die Behördenvertreter fanden ein Chaos vor. Die Tierhalterin hatte selbst keinen Überblick mehr, wieviele Katzen inzwischen in ihrer Wohnung zusammengepfercht waren.

Der Amtstierarzt befand zurecht, dass aufgrund der grausamen Tierhaltung alle Tiere dauerhaft erheblichen Leiden ausgesetzt waren. Die Behörde beschlagnahmte folgerichtig alle Tiere und brachte sie im Tierheim Mannheim unter.

Seit dem 31.03.2009 sind die Katzen zur Vermittlung freigegeben, weshalb das Tierheim Mannheim seither gute Plätze für die Unterbringung der Samtpfoten sucht. Die Tiere werden bevorzugt paarweise abgegeben, da sie ihr Leben lang in Gesellschaft lebten. Interessenten wenden sich bitte an das Tierheim Mannheim (siehe Tierschutzverein/ Kontakt).


 

Hund bei eisiger Kälte auf dem Balkon gehalten

Am 04.02.2009 befreiten Polizeibeamte in Mannheim-Schönau eine Pitbull-Terrier-Hündin bei gerade 2° C von einem Balkon, auf dem das Tier lange untergebracht war. Die Tierhalterin kam Stunden später zur Polizei und erklärte dort unverfroren, sie sei nur ganz kurz weg gewesen. Dem Hund würde das ihrer Meinung nach nicht schaden.

Um den Hund zu befreien, mussten die Polizisten die Wohnungstür von einem Schlüsseldienst öffnen lassen. Drinnen in der Wohnung fanden sie dann noch ein Kaninchen und einen Hamster, die beide kein Futter und kein Wasser zur Verfügung hatten. Das Kaninchen saß in einem mit einer Holzplatte abgedeckten Plastik-Wäschekorb und der Hamster war in einem Schuhkarton untergebracht.

Alle drei Tiere kamen ins Tierheim Mannheim.


 

Schwan mit Hochspannungsleitung kollidiert

Einem aufmerksamen Bürger ist es zu verdanken, dass einem verletzten Schwan im März in Mannheim-Feudenheim rasch geholfen werden konnte. Das Tier hatte im Flug eine Stromleitung übersehen und war nach der Kollision aus luftiger Höhe zu Boden gestürzt, wo es verletzt liegen blieb.

Nach tierärztlicher Behandlung und zwei Tagen "Kuraufenthalt" in einem Außenquartier des Tierheims Mannheim konnte der majestätische Vogel wieder in die Natur entlassen werden.